| 27.05.2004 |
Adíos von Pe Liebe Trauernde, das ist natürlich ein Schock für Euch, eine Tatsache, die wir Onkelz, schon ein paar Wochen länger wissen als Ihr und deshalb mehr oder minder schon einigermaßen verdaut haben. Nichts desto Trotz kommt im nächsten Jahr eine einschneidende Veränderung auf jeden von uns zu und wie diese aussieht, wird sich erst noch zeigen, deshalb gibt es auch für uns Ungewissheit und damit ein paar Bedenken, vom schweren, schmerzlichen Verlust dieser monumenta- len, spirituellen Institution und der kosmisch auferlegten Bruderschaft, einmal abgesehen; Veränderungen sind aber das natürlichste der Welt und deshalb ist es besser, den Blick nach vorne zu richten. Eins ist sicher, eine Band wie die Onkelz wird es nicht mehr geben und Stephan hat recht, es ist gut, uns in bester onkeliger Erinnerung zu behalten und nicht als alte dahinsiechende Opas, das würde unseren verkörperten Spirit nachhaltig verwässern und der Legende Onkelz nicht gerecht werden. Ihr müsst den Geist jetzt alleine weiter in Euch tragen auch wenn Ihr dabei nur auf die Musik und die Texte hören müsst, die als Vermächtnis von uns an Euch geblieben sind. Zwar wird es keine neuen Studio-Onkelz-Scheiben mehr geben, aber ich denke, dass Ihr bestimmt von dem einen oder anderen von uns noch etwas zu sehen oder zu hören bekommt. Und das beste ist doch, dass alles eins ist, eigentlich waren wir nie weg und werden nie weg sein, weil auf einer gewissen Ebene nichts verschwindet und es dort keine Zeit gibt. Wir alle sind ein und dasselbe Ding. Wir umarmen Euch endlos auf jener Ebene und in dieser bis zum Schluss. Und jetzt lasst uns den Schluss noch mal feiern, dass es qualmt, um allen anderen zu zeigen, wer die geilste Band und die geilsten Fans sind. Wir sehen uns auf den Konzerten! Viel Spaß auch mit dem neuen Longplayer und der Single, sie sind wirklich noch mal ein richtiger Knaller geworden. Gruß an Alle, Pe |
| 25.05.2004 |
Goodbye Onkelz,
hello Rest meines Lebens Punkt 1: Es gibt kein großes Kunstwerk ohne Tragödien. Wir kündigen und ich entlasse mich! Nicht fristlos und nicht mit sofortiger Wirkung, aber wir läuten das Ende ein. Keine leichte Entscheidung. Nein, die schwerste meines Lebens. Eine, die verdammt weh tut. Eine, die mir mehr als eine Träne abgerungen hat. Etwas woran man sein ganzes Leben gearbeitet hat, beendet man nicht einfach so. Trotzdem sah ich unser Ende mit eindrucksvoller Klarheit auf mich zu kommen. Nach eine endlosen Folge von Tourneen, Hotelzimmern und Aufnahmestudios wird es Zeit für uns, die Stühle hoch zu stellen und den Laden dicht zu machen. Warum, werdet ihr euch fragen? Nun ja, nach dem Stones Konzert im letzten Jahr musste ich mich fragen: „Was soll danach noch kommen?“ Während der Arbeit an "Adios" stellte ich mir von Lied zu Lied die Frage, können wir das toppen? Können wir da noch einen drauf setzen? Ich glaube, in dieser Konstellation wird es verdammt schwer. Nein, um ehrlich zu sein, ich glaube das wir in dieser Konstellation den Höhepunkt unseres Schaffens erreicht haben und Wiederholungen sind Scheiße. Mit diesem Bewusstsein weiter zu machen, hieße für mich nur noch den "Rahm" abzuschöpfen und unsere Musik zu einer Ware verkommen zu lassen. Und gut verdrängt heißt für mich nicht halb gewonnen. Ich kann nur machen, was ich fühle und dies ist meine Art, die Dinge zu sehen. Dies ist mein Weg. Ich stehe vor dem Sprung ins kalte Wasser, ich betrete unbekanntes Terrain. Ich weiss, ich werde eine tiefe Leere spüren. Die Lücke, die die Onkelz hinterlassen werden, ist schwer zu füllen. Aber irgendwann muss Schluss sein mit der Abhängigkeit von anderen, und deren Abhängigkeit von mir. Ich versuche nach vorne zu sehen. Punkt 2. Mo|ral|phi|lo|so|phie. Jeder Künstler hat ein persönliches Interesse am eigenen Erfolg. Das ist legitim, wie ich finde. Hat man es einmal geschafft, hält man normalerweise am besten einfach durch, bis alles geregelt und in trockenen Tüchern ist. Weniger wahrscheinlich ist es, dass man den eigenen schrittweisen Niedergang bemerkt. Ich hatte niemals Lust auf die Rolle des Goldesels reduziert zu werden, der meine und die Infrastruktur anderer finanziert. Bei den Onkelz ging es immer um mehr. Um viel mehr. Wer über mehr als zwei Dekaden dermaßen hochtrabende Moralphilosphie wie wir verfasst, der muss sich täglich selbst hinterfragen, ob er seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird. Das tue ich und ich hoffe, die Jungs machen das auch. Die Onkelz, und das war uns schon immer bewusst, haben ein begrenztes Haltbarkeitsdatum. Nicht unsere Musik, sondern im besonderen unsere Inhalte – das, wofür wir seit 24 Jahre stehen. Wir haben mehr als einmal betont, nicht im Onkelzkostüm sterben zu wollen. Dafür gab und gibt es gute Gründe. Zu viele Reunions alter Helden, zu viele Bands, die uns weit über ihren Zenith hinaus mit überflüssigen Platten und peinlichen Konzerten penetrieren. Bands, die ihre Rebellion an der Garderobe der Industrie abgegeben haben, oder verzweifelt ums eigene Überleben kämpfen müssen. Nicht mit mir und der Gedanke so enden zu können, drängte zu penetrant in meine Welt. Wer so konsequent konsequent war, muss es auch bei einer so schweren Entscheidung sein. Noch fühlen wir den puren, ehrlichen Zorn, der uns immer angetrieben hat und lange bevor jemand auf die Idee kommen könnte uns nahe zu legen aufzuhören, teilen wir euch mit: Dies ist unser letztes Studio Album und unsere letzte Tournee. Das ist unumstößlich. Darüber hinaus würden wir uns freuen, 2005 zu unserem 25-jährigen Jubiläum ein Abschiedskonzert geben zu können. Ein Vierteljahrhundert Onkelz, das wäre eine amtliche Hausnummer. Der Rest verschwindet sowieso in Emotionsnebel und Erschöpfung. Danke Euch allen. Stephan |
| 24.05.2004 |
Adíos 2 Fakten! Fakt zwei: Das neue und letzte Studio-Album der Onkelz wird den inhaltsschweren Titel „Adios“ tragen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Das LETZTE Studio-Album. Der Titel resultiert nämlich direkt aus Fakt eins: Die Onkelz nehmen ihren Hut. Natürlich ist das auf den ersten Blick ein Schock für euch und nicht zuletzt auch für die Onkelz selbst, die sich diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht haben. Aber – seien wir ehrlich zu uns – das ist die logische Konsequenz aus allem. Aus den vergangenen 24 Jahren, aus dem Keller in Hösbach und der ausverkauften Festhalle in Frankfurt. Die Onkelz hatten nie die Ambition, als Rockeremiten mit ergrautem Haar auf dem Rockolymp anzukommen, sondern wenn mit vollem Elan und nicht schon auf dem absteigenden Ast sitzend. Mit dem Maximum an möglicher Fahrt und Rückenwind den Höhepunkt erreichen. Während den ersten Anfängen der Arbeiten an „Adios“ manifestierte sich der Gedanke immer mehr in Vers- und Liedform, dass dieser Zeitpunkt möglicherweise genau jetzt gekommen sein könnte. Eine ausverkaufte Tour – größer als je zuvor –im kommenden Herbst, das Album wäre schon das vierte in Folge, das auf der 1 landen würde. Was soll noch kommen? Größer geht’s nicht und möglicherweise auch nicht besser. Bevor das „möglicherweise“ von der entscheidenden Instanz – nämlich euch – in den nächsten Jahren durch ein „natürlich“ ersetzt werden kann, reichen wir hiermit selbst unseren Rücktritt ein. Im Moment läuft die Onkelz-Maschinerie noch auf vollen Touren und wir sind der Überzeugung, dass wir alle Trademarks der Onkelz zu 100% vertreten und leben. Natürlich könnten wir noch 10 Jahre den gleichen Stiefel runter spielen, den Rahm unserer Arbeit abschöpfen und vielleicht würdet ihr den Unterschied auch nicht merken. Aber das Onkelz-Ding basierte schon immer auf dem Prinzip der konsequenten Ehrlichkeit und der ehrlichen Konsequenz. Das sind wir uns und damit letztendlich auch euch schuldig. Die Zeit ist da, wo es heisst, die ultimative Konsequenz zu ziehen: Wir hören auf! Wir tun dies nicht aus Resignation oder im Streit, aber aus der Überzeugung heraus, dass jetzt jedes Onkelz Lied gesungen ist. Diese Meldung wird die Mehrzahl von euch vermutlich zunächst schocken, aber mit der Zeit werdet ihr erkennen, was wir hier eigentlich vollzogen haben: Den letzten und endgültigen Arschtritt für alle, die uns in den vergangenen 24 Jahren das Leben schwer machen wollten. Demnächst werdet ihr dazu nochmal ein paar Takte von uns persönlich zu hören bekommen. Adíos! Die Onkelz |
| 22.05.2004 |
Album/Single Nachdem ihr letzte Woche den VÖ-Termin und gestern das Artwork der Single vorgestellt bekommen habt, gibt es jetzt schon mal ein paar neue Infos zum Album und das Tracklisting von "Onkelz vs. Jesus" 1. Onkelz vs. Jesus 2. Superstar 3. My Generation 4. Prinz Valium (Instrumental) Ausserdem rundet ein ROM Track mit dem "Making of" des "Onkelz vs. Jesus" Video das ganze ab. Bei "My generation" handelt es sich um eine Wiederaufnahme des The Who-Klassikers aus dem Jahre ´65 und wird ausschließlich auf der Single erscheinen. "Prinz Valium" ist ebenfalls eine Single Exclusive Instrumental Version. Bei "Superstar" handelt es sich um eine Abrechnung mit allen unsäglichen Castingshows, Retortenbands und Dieter Bohlen, dem Teufel persönlich. Wie schon angedeutet kommt das Album im Paket mit einer zugehörigen DVD daher, die allerhand cooles Bonus-Material enthalten wird. Neben dem Video zu „Onkelz vs. Jesus“ enthält sie ein längeres Interview mit der kompletten Band und – für die HiFi-Freaks unter euch – das komplette Album im satten 5.1-Mix. Zusätzlich und als besonderes Schmankerl wird es zu jedem Song eine kleine visuelle Umsetzung von – ihr ahnt es bereits – POZO geben, die euch zusätzlich zum regulären Booklet ein paar weitere Impressionen und Informationen zu den einzelnen Stücken an die Hand geben sollen. Eine audio-visuelle Vollbedienung aus dem Hause Onkelz, die eure Synapsen zum Glühen bringen wird! |
| 22.05.2004 |
rule23 war
gestern, ab sofort: regel23 Noch eine kleine organisatorische Zwischenmeldung: Da sich die Veröffentlichungen der Onkelz doch weitest gehend auf den deutschsprachigen Raum zentrieren und die Zukunft des Labels auch in diesem Bereich zu finden ist, heisst rule23 ab sofort regel23. Diese Änderung greift auch schon bei den anstehenden Onkelz-Projekten. B.O. |
| 14.05.2004 |
Release-Datum
Single Es ist so weit, heute bekommt ihr schließlich und endlich einen Termin für die Veröffentlichung unserer Single „Onkelz vs. Jesus“. Aus „Anfang Juni“ ist nun Montag, der 21.06. geworden. Ab sofort könnt ihr euch diesen Tag rot im Kalender anstreichen. Und noch ein weiteres Detail geben wir heute preis. Resultierend aus der Zusammenarbeit mit POZO und der daraus entstandenen Inspiration haben wir uns entgegen früheren Aussagen dazu entschlossen, doch noch einmal einen Videoclip zu drehen. Allerdings wird dieser Clip nicht an MTV, Viva oder irgendeinen anderen ungeliebten Sender geschickt, sondern euch erst in Form einer Bonus DVD auf dem nachfolgenden Album präsentiert. Die Bilder waren einfach zu gut um diese einmalige Zusammenarbeit nur auf ein Cover Artwork zu begrenzen. Wir wurden für das Video vor einer Blue Box gefilmt und in anschließend in diverse von POZO gemalten und von den Gestalten animierten graphischen Traumwelten hinein gemorpht. Inhaltlich reisen wir darin durch 24 Jahre Onkelz Historie. Freut euch drauf. Die Onkelz |
| 07.05.2004 |
Artwork Für das Artwork zur neuen Single und zum folgenden Album haben sich die Böhsen Onkelz diesmal mit einem Freund Stephans, dem kubanischen Künstler POZO zusammen getan. POZO lebt und arbeitet in Deutschland und Spanien, seine Bilder hängen mittlerweile in den großen Gallerien von Berlin bis Los Angeles. Aus der gegenseitigen Wertschätzung von POZO und Stephan, der auch zahlreiche Werke sein eigen nennt, erwuchs der Gedanke, konsequenterweise einmal zusammen zu arbeiten. Zu den neuen Veröffentlichung hat man dieses Vorhaben nun in die Tat umgesetzt. Was dabei herausgekommen ist, ist eine ganz eigenwillige Mischung aus Onkelz-Stil und afrokubanischer Patina. Die Affinität der Onkelz zu spanisch/ mexikanischer Thematik (siehe Mexico, Baja, Panamericana, Matapalo) kommt auch hier ein weiteres Mal zum Tragen. |
| 05.05.2004 |
Ausverkauft Und wieder mal ein paar ausverkaufte Gigs! Es reihen sich ein: Oberhausen und Bremen Dafür sind für München allerdings wieder rund 1000 Restkarten fürs Ringfoyer erhältlich. Wer also noch nach München will... |