05.12.2007 27 Jahre Böhse
Hallo zusammen

Wie versprochen, ein Statement zu „27 Jahre böhse“ am 24.11. in der Ballsporthalle in Frankfurt.

Wir haben uns bewusst eine Woche Zeit genommen, bevor wir uns regen. Das hat einen einfachen Grund: Wir wollten ein möglichst repräsentatives Stimmungsbild gewinnen, um möglichst konstruktiv zwischen persönlicher Enttäuschung einzelner und angemessener Kritik mehrerer unterscheiden zu können. Vorab sei gesagt, dass wir im Verlaufe der Woche überwiegend positive Stimmen einsammeln konnten, die sich auf die teils massiven und unseriösen Angriffe hin gemeldet haben. Dennoch wollen wir natürlich nicht verhehlen, dass die Veranstaltung nicht so rund verlaufen ist, wie auch wir uns das erhofft hatten. So war der Standort für die Autogrammstunde anfangs sicher nicht optimal gewählt. Aus Sicherheitsgründen (und nicht etwa wegen mangelnder Lust der drei Onkelz) und um doch noch möglichst viele zu ihrem Recht kommen zu lassen, wurde die Autogrammstunde vor die Bühne verlegt. Dass dort an eine geregelte Durchführung nicht mehr zu denken war, ist klar. Dennoch haben Stephan, Kevin und Pe so viele Wünsche wie möglich versucht zu erfüllen. An mangelndem Engagement lag es also nicht. Daraus resultierte schließlich auch die kurzfristige Absage der Versteigerung, die allerdings sicher bei Gelegenheit nachgeholt wird.
Überrascht wurden wir bei „27 Jahre böhse“ vom Anreiseverhalten, das diesmal – völlig untypisch für Onkelz-Veranstaltungen – nicht in kleinen Schüben, sondern geballt über uns „eingebrochen“ ist. Folge: Probleme bei der Bändchenausgabe, die allerdings aus unserer Sicht möglichst besucherfreundlich gelöst wurden. Ein Punkt, in dem wir alle zusammen jedoch auf der ganzen Linie versagt haben, ist die Tatsache, dass die drei Onkelz keine persönlichen Worte an euch gerichtet haben. Das nehmen wir voll auf unsere Kappe und ist auch nur schwer entschuldbar. Ist wohl dem „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“-Prinzip geschuldet gewesen...

Soviel zu unserem Verantwortungsbereich! Es gibt allerdings auch diverse Faktoren, für die wir es schlicht und ergreifend ablehnen, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehören exorbitant alkoholisierte Fans, Undiszipliniertheiten von Seiten der Besucher bei Autogrammstunden und anderen Gelegenheiten und eine übersteigerte Erwartungshaltung an die Veranstaltung. Bei 5000 Menschen muss es jedem klar sein, dass es eben nicht geht, mit einem Bandmitglied einen Privatplausch zu halten und seine Plattensammlung unterschreiben zu lassen. Wir wollen keine Ersatzmütter sein für Leute, die sich nicht benehmen können, für Leute, die keinerlei Respekt gegenüber ihrer Umwelt zeigen und für solche, die auf andere Art und Weise völlig aus der Bahn laufen.

Nun, langer Rede kurzer Sinn: Wir werden auch aus dieser Veranstaltung wieder unsere Lehren ziehen – im positiven, wie im negativen. Danke an alle, die konstruktive Kritik geübt haben ( Ihr werdet auf jeden Fall gehört werden) und die, die einen tollen Abend verbracht haben. Sorry an diejenigen, die keinen Spaß hatten aus Gründen, die auf unsere Kappe gehen. Auf ein neues in 2008!